Konzeption der Kinderkrippe

Inhaltsverzeichnis

 

Grundlegendes

 

1.            Vorwort des Trägers

2.            Auftrag der Kindertagesstätte

3.            Wer kann uns besuchen?

4.            Lage der Kita

5.            Öffnungszeiten

6.            Räumlichkeiten und Ausstattung

7.            Garten

8.            Personal

9.            Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8 SGB VIII

 

Pädagogische Arbeit

10.          Leitgedanke

11.          Pädagogik

12.          Ziele unserer pädagogischen Arbeit

13.          Eingewöhnung

14.          Tagesablauf

15.          Feste und Feiern

 

Kooperation

16.          Zusammenarbeit

17.          Teamarbeit

18.          Kooperation mit dem Kindergarten

 

 

Elternarbeit

19.          Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

20.          Elternbeirat

 

Sonstige Infos

21.          Schließtage

22.          Buchungszeiten

23.          Beschwerdemanagement

24.          Adresse

 

 

 

Grundlegendes

 

1.            Vorwort des Trägers   

 

Sehr geehrte Eltern,

 

Sie haben das Konzept der Kinderkrippe der Gemeinde Surberg in den Händen und damit beginnt für Sie und Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt. Ihr Kind wird nun ein Krippen- oder Kindergartenkind. Sie übergeben die Erziehung Ihres Kindes für die von Ihnen gewählte Zeitspanne in sehr kompetente Hände.

 

Die Hauptaufgabe ist es, Kindern zu helfen, ihre persönliche Identität auf- und auszubauen, ihr Selbstwertgefühl zu erweitern und sich auf eine soziale Gemeinschaft einzulassen.

 

Es wird immer deutlicher, dass die vielfältigen unterschiedlichen Irritationen heutiger Kindheiten sich dadurch beheben lassen, wenn die Kinderbetreuung sich weitaus mehr auf die Bedürfnisse der Kinder konzentriert, damit diese Sicherheiten und Zuverlässigkeit erleben können. Beides ist die Grundlage für eine notwendige Entwicklung von Kindern.

 

Kinderleben brauchen einen eigenen Entwicklungszeitraum „Kindheit“ und genügend Platz, sich in unserer schnelllebigen Zeit zu orientieren und sich entsprechend entfalten zu können. Unser gemeindliches Haus für Kinder versucht, diesen Erfahrungsraum zu bieten.

 

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die Arbeit unserer Kinderkrippe vor. Wir sind besonders stolz, dass wir Ihnen und Ihren Kindern eine Betreuung in sehr hellen und großzügig ausgestatteten Räumen bieten können.

 

Bereits in den letzten Jahren hat unsere gemeindliche Kinderbetreuung ihren Bildungsauftrag, d. h. Unterstützung der Lern-, Leistungs-, Bildungs- und Handlungsbereitschaft der Kinder, als sehr wesentlich angesehen und diese in der täglichen Arbeit mit den Kindern umgesetzt.

 

In diesem Sinne wird die Gemeinde Surberg immer bemüht sein, in diesem Haus in herrlicher Lage und Umgebung Ihr Kind auf die Schulzeit vorzubereiten, Ihnen und Ihren Kindern eine angenehme Zeit zu bieten und zu unterstützen, wo dies möglich ist.

 

 

 

Josef Wimmer

1.            Bürgermeister

 

 

2.            Auftrag der Kindertagesstätte

 

„Kindertagesstätten sind außerschulische Tageseinrichtungen zur regelmäßigen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern.“ (BayKiBiG Art. 2 Begriffsbestimmungen)

In der Kita Moosflitzer werden Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt betreut. Unsere pädagogische Arbeit richtet sich nach dem BEP (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan).

 

 

3.            Wer kann uns besuchen?

 

Alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis hin zum nicht vollendeten dritten Lebensjahr können in der Kinderkrippe aufgenommen werden.

Auch Kinder aus umliegenden Gemeinden sind bei uns herzlich willkommen!

 

 

 

4.            Lage der Kita

Nur ca. fünf Kilometer von Traunstein entfernt, finden Sie uns im idyllischen Lauter am Ortsrand. Umgeben von Wiesen und Wäldern, mit angrenzendem Schlittenberg und Bolzplatz, sind wir naturnah in die Umwelt eingebettet. In unserem Gebäude befinden sich die Kinderkrippe sowie der Kindergarten. Etwa drei Kilometer von hier entfernt, finden Sie unsere Waldgruppen, die ganzjährig die Natur erleben und genießen.

 

 

5.            Öffnungszeiten

 

Die Kinderkrippe ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

-              Montag bis Donnerstag 7.30 Uhr – 15.30 Uhr

-              Freitag 7.30 Uhr – 14.00 Uhr

 

 

6.            Räumlichkeiten und Ausstattung

 

In der hellen und freundlichen Kinderkrippe finden Sie folgende Räume:

 

-              2 Gruppenräume

-              Schlafraum

-              Kinderbad mit Kindertoiletten und Wickelbereich

-              Küche mit Essbereich

-              Garderobe

-              Personaltoilette

Der Turnraum vom Kindergarten darf genutzt werden

 

 

Spielmaterialien sind in großzügigem Umfang vorhanden:

Brettspiele

Legematerial

Bücher

Lernspiele

Turngeräte

Puzzle

Instrumente

Bastelmaterial

Konstruktionsmaterial

Fahrzeuge für drinnen und draußen

Sandspielsachen

Puppenküche

Polsterelemente

Magnetwände

Malsachen

Planschbecken

Hüpfburg

 

7.            Garten

Die Kinderkrippe besitzt einen eigenen, abgetrennten Gartenbereich mit Spielhaus, Sandkasten, Babyschaukel und verschiedenen Fahrzeugen.

 

8.            Personal

Ihre Kinder werden in der Kinderkrippe von Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen betreut. Die Anzahl der Fachkräfte und deren Arbeitszeiten richtet sich nach den Buchungszeiten der zu betreuenden Kinder.

Außerdem bieten wir Praktikanten/innen aus verschiedenen Schulen einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit.

Zur Mittagszeit werden wir von einer hauswirtschaftlichen Kraft unterstützt, die täglich ein warmes Mittagessen für die Krippenkinder zubereitet.

Für die Sauberhaltung unserer gesamten Einrichtung sind mehrere Reinigungskräfte zuständig.

Für die Instandhaltung unseres Hauses sowie dem Außenbereich sind die Mitarbeiter des Bauhofes unsere Ansprechpartner.

 

 

9.            Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach

§ 8 SGB VIII

 

Mit Kindeswohl wird ein Rechtsgut aus dem Familienrecht bezeichnet, welches das gesamte Wohlergehen eines Kindes oder Jugendlichen, als auch seine gesunde Entwicklung umfasst. Kindeswohl betrifft das geistige, körperliche und seelische Wohl eines Kindes.

Das Wohl der uns anvertrauten Kinder ist uns sehr wichtig. Bei Auffälligkeiten ist unser erstes Anliegen mit den Eltern eine vertrauensvolle Basis und Zusammenarbeit zu schaffen und frühzeitig auf geeignete Hilfsmaßnahmen hinzuweisen.

Sollten wir weiterhin gewichtige Anhaltspunkte feststellen, die das Wohl des Kindes gefährden, werden wir innerhalb des Teams eine Einschätzung der Gefährdung vornehmen. Gegebenenfalls wird eine sogenannte erfahrene Fachkraft hinzugezogen. Die Eltern werden miteinbezogen, soweit das Wohl des Kindes nicht gefährdet ist.

 

Wenn wir im Schutzauftrag handeln, wird immer auch der Träger davon in Kenntnis gesetzt.

 

Pädagogische Arbeit der Krippe

 

10.          Leitgedanke

 

Das individuelle Sein entwickeln zu dürfen, in der Gemeinschaft Liebe, Anerkennung und Zuversicht finden, eine schützende, helfende und wissende Hand auf der Schulter zu spüren und mit einem Lächeln in die Zukunft gehen.

 

11.            Pädagogik

 

Für uns bedeutet Pädagogik, dass die individuellen Bedürfnisse der Kinder, im Einklang mit dem Gesamtwohl der Gruppe, im Vordergrund stehen.

Wir verstehen uns als Begleiter und Impulsgeber und unterstützen Ihr Kind in seiner Entwicklung. Dabei ist es für uns besonders wichtig, Ihrem Kind so viel Hilfe wie nötig zukommen zu lassen und ihm dabei so viel Freiraum wie möglich zu gewähren. So lernt Ihr Kind das größtmögliche Maß an Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit. Dadurch entwickelt es Vertrauen in sich selbst und kann so den Alltag sicher und souverän bewältigen.

 

12.          Ziele unserer pädagogischen Arbeit

Die Ziele unserer pädagogischen Arbeit sind durch das BayKiBiG festgelegt.

Artikel 10 BayKiBiG Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen:

„(1) Kindertageseinrichtungen bieten jedem einzelnen Kind vielfältige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten, Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken, sowie zur Integration zu befähigen. Eine angemessene Bildung, Erziehung und Betreuung ist durch den Einsatz eines ausreichenden und qualifizierten Personals sicherzustellen.“

 

A)           Förderung der Feinmotorik

Im Alter von ein bis drei Jahren tut sich in der Feinmotorik sehr viel. Die Kinder lernen zum Beispiel aus einem Becher zu trinken, was nicht nur die Handgeschicklichkeit fördert, sondern auch die Auge-Hand-Koordination. Dasselbe gilt auch fürs Essen. Werden die Kinder am Anfang noch von uns gefüttert, so lernen sie mit der Zeit, selbstständig mit dem Löffel zu essen.

Auch unser Spielmaterial fördert die Feinmotorik. Einjährige stecken zum Beispiel gerne Gegenstände in kleine Öffnungen und den Zweijährigen macht das Fädeln von großen Perlen auf eine dicke Schnur großen Spaß. Je älter die Kinder sind, umso höher werden auch die Türme, die sie aus unseren Bauklötzen bauen. Oft entdecken die Kinder bei uns auch die Freude am Malen. Zuerst umklammern sie den Stift noch fest mit der Faust, bis sie den Stift schon fast richtig halten und große Kreisbewegungen machen. In unserem Kreativbereich steht den Kindern entsprechendes Material zur Verfügung.

Auch beim An- und Ausziehen ist die Feinmotorik gefragt. Brauchen die Kinder am Anfang noch sehr viel Hilfe, so wollen sie mit der Zeit vieles lieber alleine schaffen. Zum Beispiel die Mütze aufsetzen oder Knöpfe oder Reißverschlüsse aufmachen.

 

 

B)           Religiöse Erziehung

Religiöse Erziehung ist, unabhängig von der Religionszugehörigkeit, eine Werteerziehung. Kinder können Werte nur im gemeinsamen Leben und Handeln lernen. Sie wollen wissen, was gut und böse ist, wie sie sich verhalten sollen und wie sie in eine Gemeinschaft hineinwachsen können.

Religion können und wollen wir nicht lehren, sondern den Kindern zum Beispiel durch Naturerfahrungen erlebbar machen. Den Kindern macht es Spaß Sonnenblumenkerne zu säen und dann zu beobachten, wie die Blume wächst und schließlich wieder verwelkt. Sie entdecken den Kreislauf der Natur mit seinem Werden und Wachsen, Vergehen und Sterben.

Über den christlichen Jahreskreis mit seinen Festen und Ritualen finden die Kinder Zugang zu religiösen Inhalten. Feste, wie Erntedank, St. Martin, Weihnachten und Ostern bereiten wir mit den älteren Kindern vor und feiern dann gemeinsam.

 

C)           Förderung im lebenspraktischen Bereich

Im Krippenalter von ein bis drei Jahren werden die Kinder immer selbstständiger und wollen vieles alleine machen. Es sind die kleinen Dinge des Alltages, die für die Kinder zuerst noch eine große Herausforderung darstellen und durch viel Übung mit der Zeit erlernt werden. Dazu gehört zum Beispiel das selbstständige Händewaschen, sich die Brotzeit selbst auszupacken, alleine Schuhe aus- oder anzuziehen, selbstständig zu essen und zu trinken. Wir nehmen uns die Zeit, die Kinder dabei zu beobachten und zu unterstützen. Aber wir wollen immer nur so viel helfen wie nötig ist, damit sie lernen es selbst zu tun.

 

 

D)           Förderung im sozialen / emotionalen Bereich

„ Der höchste Intelligenzquotient der Welt kann keinen Erfolg garantieren, wenn es dem Kind an der emotionalen Kompetenz und Reife fehlt, um den Verstand in die Praxis umzusetzen.“ ( Eliot, 2001 )

„ Wenn Kinder emotionale Intelligenz entwickeln, dann bauen sie die Fähigkeit auf, sowohl die eigenen Gefühle erkennen und kontrollieren zu können als auch die Gefühle anderer deuten und entsprechend darauf reagieren zu können.“        ( Eliot 2001 )

Die Entwicklung der emotionalen Intelligenz beginnt mit dem Kennenlernen der eigenen Gefühle wie Freude, Trauer, Angst, Wut, … . Unsere Aufgabe als Erzieher ist es diese Gefühle ernst zu nehmen, sie zuzulassen und einfühlsam darauf zu reagieren.

Gleichzeitig müssen die Kinder aber auch lernen Grenzen zu akzeptieren, was besonders in der „Trotzphase“ oft schwierig ist.

Grenzen bekommen sie aber auch von den anderen Kindern aufgezeigt. Dabei ist es normal, dass es auch mal zu körperlichen Auseinandersetzungen kommt, da Krippenkinder Konflikte oftmals noch nicht verbal lösen können. Wir Erzieher greifen ein, wenn ein Kind körperlich unterlegen ist oder Verletzungen zu befürchten sind. Dann versuchen wir gemeinsam mit den Kindern Lösungen und Kompromisse zu finden.

Mit etwa zwei Jahren lernt ein Kind nicht mehr nur die eigenen Gefühle wahrzunehmen, sondern auch die der anderen. Es kann Empathie und Hilfsbereitschaft entwickeln. Dabei ist es ganz wichtig, dass die Kinder Kontakt zu Gleichaltrigen mit ähnlichen Interessen und Denkvoraussetzungen haben. Deshalb nimmt die Zeit des Freispiels einen sehr hohen Stellenwert im Krippenalltag ein. Die Kinder können sich ihre Spielpartner selbst aussuchen und selbstständig entscheiden, wo sie spielen, mit was und wie lange sie spielen. Je mehr sie selbst bestimmen können, umso stärker erleben sie ihre Selbstwirksamkeit und umso eher gewinnen sie an Selbstvertrauen.

 

E)            Sprachförderung

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Förderung kommunikativer Kompetenzen (Sprachentwicklung). Sie ist Voraussetzung für die Schul- und Bildungschancen von Kindern und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In den ersten drei Lebensjahren werden entscheidende Weichen für die weitere Sprachentwicklung gestellt. Sie ist untrennbar verbunden mit der Sinnesentwicklung sowie der motorischen, kognitiven und der sozial-emotionalen Entwicklung. Sprache entwickelt sich nur in Interaktion. Noch bevor das Kind zu sprechen beginnt, wird im spielerischen Austausch mit einer Bezugsperson der Grundstein für die kommunikative Kompetenz gelegt. Zum Beispiel „Guck-guck-da-Spiele“ sind eine hervorragende Möglichkeit die Sprache der Kinder auf spielerische und lustbetonte Weise zu stärken.

Im Krippenalltag wird die sprachliche Kompetenz auf vielfältige Art gefördert:

-              Bilderbücher: anschauen, erzählen, vorlesen

-              Singen: im Morgenkreis werden verschiedene Lieder gesungen und immer wieder wiederholt

-              Bewegung: alle Lieder werden mit Bewegungen begleitet

-              Fingerspiele: Sehr kleine Kinder können sich durch festgelegte Bewegungsabfolgen ausdrücken.

Die Sprache wird im Alltag durch die gesamte Interaktion des Kindes mit der jeweiligen Bezugsperson geprägt. Wir als Erzieherinnen wollen genau hinhören und die Aussagen der Kinder sensibel aufgreifen. Wir sind aktive Zuhörer und neugierig auf die Mitteilungen des Kindes. Wir entgegnen dem Kind zum Beispiel indem wir offene Fragen stellen, das Kind ausreden lassen, Blickkontakt halten und die Äußerungen des Kindes aufgreifen und mit eigenen Worten wiederholen.

Jedes Kind hat sein individuelles Sprachentwicklungstempo. Bei Auffälligkeiten gilt es zu klären, ob durch Fachpersonal ( Kinderärzte, Logopäden, Therapeuten ) zusätzliche Sprachförderung notwendig ist.

 

 

F)            Förderung der Grobmotorik

Wir wollen bei unseren Kindern von Anfang an den Spaß und die Freude an der Bewegung fördern. Die Räume unserer Kinderkrippe bieten vielfältige Möglichkeiten den natürlichen kindlichen Bewegungsdrang auszuleben. Den Kindern stehen zum Beispiel unterschiedliche Polster zur Verfügung, die als Bewegungslandschaft aufgebaut werden können. Die Kinder können darauf hüpfen, darüber laufen, herunterrutschen, darauf herumkrabbeln und vieles mehr, wodurch die Koordination der Bewegungen ( Gleichgewicht, Geschicklichkeit )  gefördert wird. Auf Treträdern und anderen Fahrzeugen können die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben. 

Gerne nutzen wir auch den großen Turnraum des Kindergartens. Außerdem steht uns ein separater Krippengarten zur Verfügung, der die Kinder zum Bewegen einlädt.

Kinder bewegen sich, wenn sie sich wohl fühlen und wenn ihr Explorationssystem aktiviert ist. Auch hier wird wieder klar, wie wichtig eine sichere Bindung an die wichtigsten Bezugspersonen des Kindes ist.

Durch gemeinsames Bewegen werden darüber hinaus soziale und emotionale Kompetenzen gestärkt. So werden zum Beispiel Teamgeist und Kooperationsfähigkeit durch gemeinsame Aufgaben gefördert. Sport und Bewegung helfen, Rücksichtnahme und Fairness einzuüben.

 

G)           Kognitive Förderung

Kognitive Kompetenzen umfassen ein breites Spektrum an sehr unterschiedlichen Fähigkeiten:

-              Differenzierte Wahrnehmung: Wie schmeckt das?, Wie fühlt es sich an?, Wie riecht das?

-              Problemlösungskompetenz: Wie kann ich diese Flasche wieder zuschrauben? Wie schaffe ich es, den passenden Schuh an den richtigen Fuß zu bekommen?

-              Gedächtnis und Aufmerksamkeit

-              Denkfähigkeit: Begriffe bilden, Zusammenhänge erkennen, logisch denken, aus Fehlern lernen

-              Kreativität: Beim Lösen von Problemen neue Wege zu gehen erfordert viel Kreativität

Kognitive Kompetenz als zentrale Basiskompetenz ist grundlegend für den Spracherwerb, aber auch bei der Entwicklung der Selbstkompetenz und der sozialen und emotionalen Kompetenz.

In der Praxis können wir die kognitiven Kompetenzen auf vielfältigste Weise fördern. Hier einige Beispiele:

-              Dem Kind helfen ein positives Selbstbild zu entwickeln.

-              Die Kinder in ihrem Interesse und ihrer hohen Motivation stärken, indem wir ihre Interessen immer wieder aufgreifen.

-              Dem Lernprozess der Kinder viel Aufmerksamkeit schenken, sie sensibel beobachten und sprachlich begleiten.

 

H)           Mathematischer Bereich

Der Alltag der Kinder steckt voller Mathematik. Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken. Viele mathematische Inhalte sind in herkömmlichen Angeboten, wie zum Beispiel Finger-, Tisch- und Würfelspielen, Reimen und Abzählversen und Liedern, enthalten.

Geometrische Formen lernen die Kinder durch unsere Spielsachen kennen ( Ball – rund, Baustein – Quader ). Kinder können die Formen ertasten, benennen, sortieren, zuordnen und einfügen.

 

I)             Gesundheitserziehung bzw. Ernährung

Bei der Auswahl der Lebensmittel, Speisen und Getränke wird darauf geachtet, dass diese abwechslungsreich, gesund und ausgewogen sind. Es empfiehlt sich, auf Nahrungsmittelzusätze, Geschmacksverstärker und Süßstoffe weitestgehend zu verzichten, da kleine Kinder darauf besonders empfindlich reagieren.

Für Kinder ist es wichtig zu essen, wenn sie hungrig sind und zu probieren, was sie wirklich möchten. Im Krippenalltag wird deshalb darauf geachtet, mehrere Mahlzeiten über den Tag hinweg einzubauen. Zu den Mahlzeiten sitzen wir alle gemeinsam um einen großen Tisch in unserer Küche. Die Kinder genießen dieses Gemeinschaftserlebnis in einer angenehmen Atmosphäre an einem schön gedeckten Tisch.  Außerdem stehen den Kindern natürlich jederzeit ihre Getränke zur Verfügung.

 

J)            Naturwissenschaften und Technik

In den ersten drei Jahren interessieren sich die Kinder zum Beispiel für Wasser, Seifenblasen, Kugelbahnen, Luftballons, …

Wir versuchen den Kindern vielfältige Anregungen zu ermöglichen: plantschen, schütten, anfassen, pusten, riechen, Seifenblasen erzeugen, Spiel mit der Kugelbahn oder mit Luftballons,…

Die Kinder staunen über ihre Erfahrungen und Beobachtungen und bekommen so erste Zugänge zu naturwissenschaftlichen und technologischen Vorgängen

 

 

13.          Eingewöhnung

 

Mit dem Eintritt in die Kinderkrippe ändert sich sehr viel für Ihr Kind:

-              Eine neue Umgebung

-              Neue Bezugspersonen

-              Trennung von bisher vertrauten Personen über mehrere Stunden

-              Stress und emotionale Belastung

In der Regel dauert die Eingewöhnungszeit bis zu vier Wochen. Es kann kürzer oder länger dauern, bis sich Ihr Kind an die neue Umgebung und den Tagesablauf gewöhnt hat.

Um Ihrem Kind den Einstieg in den Krippenalltag zu erleichtern, arbeiten wir nach dem Konzept der sanften Eingewöhnung, das wir Ihnen im Folgenden gerne vorstellen wollen:

Erster Schritt: Vor der Eingewöhnung:

Bei unserem ersten Elternabend lernen Sie das Team sowie andere Eltern kennen und erhalten viele wichtige Informationen zum Krippenalltag. Kurz darauf findet ein Schnuppernachmittag statt bei dem Sie mit Ihrem Kind unsere Räumlichkeiten erkunden können. Um viele wichtige Informationen über Ihr Kind sammeln zu können, wird es vor jeder Eingewöhnung ein ausführliches Aufnahmegespräch geben.

 

Zweiter Schritt: Die Eingewöhnung

Wichtig ist es, dass während der gesamten Eingewöhnungsphase eine feste Bezugsperson ( Mutter oder Vater ) mit dem Kind in die Krippe kommt. Die erste Betreuungszeit in der Krippe wird nicht länger als maximal 1,5 Stunden betragen. In dieser Zeit wird das Kind intensiv beobachtet und alle weiteren Schritte werden mit den Bezugspersonen abgesprochen.

 

Dritter Schritt: Stabilisierungsphase

Langsam wird nun die Betreuungszeit in Absprache mit der Erzieherin ausgedehnt.

 

Vierter Schritt: Schlussphase

Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind die Erzieherin als „sichere Basis“ akzeptiert hat und sich von ihr trösten lässt.

 

 

14.             Tagesablauf

 

7.30 Uhr – 8.30 Uhr: Bringzeit

Liebevolles Abholen des einzelnen Kindes, um eine reibungslose Integration in das Gruppengeschehen zu schaffen.

 

7.30 Uhr – 9.00 Uhr: Freispiel

In der Freispielzeit entscheidet jedes Kind selbstständig mit wem, mit was und wie lange es spielt.

 

8.30 Uhr – 9.15 Uhr: Angebote in Kleingruppen

Förderung der verschiedenen Kompetenzen ( siehe KRIPPENPÄDAGOGIK )

 

9.15 Uhr -  9.45 Uhr: Brotzeit

An einem schön gedeckten Tisch machen wir alle gemeinsam Brotzeit. Wir legen besonderen Wert auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Bitte geben Sie Ihrem Kind eine abwechslungsreiche Brotzeit mit. (Keine Süßigkeiten) Wasser steht den Kindern jederzeit zur Verfügung.

 

9.45 Uhr – 10.30 Uhr: Wickelzeit

Die Kinder werden gewickelt, gehen aufs Töpfchen oder auf die Toilette.

 

10.30 Uhr – 12.00 Uhr: 2. Freispielzeit

Je nach Wetter und Bedürfnissen können Kleingruppen verschiedene Bereiche nutzen: Garten, Turnraum, Gruppenraum, Kreativbereich. Auch Angebote in Kleingruppen werden durchgeführt.

 

12.00 Uhr – 12.30 Uhr: Mittagessen

Jeden Tag wird für die Krippenkinder ein frisches, warmes und gesundes Mittagessen zubereitet. Für circa zwei Euro am Tag kann man dieses Mittagessen buchen. Wer das nicht will, gibt dem Kind einfach mehr Brotzeit mit.

 

12.30 Uhr – 14.30 Uhr:  Schlafenszeit

Jedes Kind hat in unserem Schlafraum ein eigenes Gitterbett. Die Schlafenszeit richtet sich natürlich nach dem individuellen Schlafbedarf eines jeden Kindes. Kinder, die am Vormittag müde sind, können jederzeit ins Bett gebracht werden.

 

14.30 Uhr – 15.30 Uhr: Brotzeit und Freispielzeit

Nach dem Schlafen wollen viele Kinder noch eine Kleinigkeit essen. Dann gehen sie entweder in den Garten oder können im Gruppenraum noch spielen bis sie abgeholt werden.

 

15.30 Uhr: Unsere Kinderkrippe schließt

 

 

15.          Geburtstage und andere Feste

 

Unter einem jährlich wechselnden Thema wird der Geburtstag Ihres Kindes gefeiert. Dazu gehört eine schön gedeckte Geburtstagstafel, ein Geburtstagslied und ein kleines Geschenk. In gemütlicher Atmosphäre verspeisen wir gemeinsam die mitgebrachten Köstlichkeiten ( Kuchen, Würstchen, Obst, Gemüse, Käse, … oder was das Geburtstagskind sonst gerne isst). 

 

Außerdem feiern wir verschiedene Feste im Jahreskreis, zum Beispiel St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Fasching, Ostern,… . Manche dieser Feste feiern wir krippenintern, andere gemeinsam mit den Kindergartenkindern.

 

Kooperation

 

 

16.          Zusammenarbeit

 

Die Zusammenarbeit unserer KiTa mit anderen Institutionen gestaltet sich sehr vielfältig:  

Träger

Elternbeirat

Förderstellen

Fachdienste

Schulen

Ämter

Kirche

Eltern

 

 

17.          Teamarbeit

 

Um gute pädagogische Arbeit und die Sicherung unserer Qualität leisten zu können, finden verschiedene Formen von Teamarbeit statt:

 

-              Teamsitzungen mit dem gesamten Team

-              Kleinteamgespräche

-              Mitarbeiterjahresgespräche

-              Reflexionsgespräche

-              Fallbesprechungen

-              Einzelgespräche

-              Supervision

-              Fortbildungen

 

18.          Kooperation mit dem Kindergarten

 

Um Ihrem Kind den Übergang in den Kindergarten zu erleichtern, kooperieren wir mit den Kolleginnen des Kindergartens.

Die Krippenkinder besuchen zum Ende des Krippenjahres ihre zukünftige Gruppe und schließen erste Kontakte mit den Erzieherinnen.

Außerdem findet ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen den Krippenerzieherinnen und dem Kindergartenpersonal statt.

 

 

Elternarbeit

 

 

19.          Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

 

Zum Wohle des Kindes streben wir eine positive Erziehungspartnerschaft (nach BayKiBig Art. 14) mit den Eltern an. Ein vertrauensvolles Miteinander ist uns besonders wichtig, damit Sie und Ihr Kind sich bei uns wohl fühlen.

 

Unter anderem finden Sie bei uns Folgendes:

 

-              Tür- und Angelgespräche

-              Elternabende

-              Entwicklungsgespräche

-              Informationsveranstaltungen

-              Einzelgespräche

-              Feste

-              Pinnwände der Gruppen mit Informationen

 

 

20.          Elternbeirat

Zu Beginn eines jeden neuen Kindergartenjahres ist ein Elternbeirat einzurichten (BayKiBig Art. 14 Abs. 3).

Der Elternbeirat fungiert als Bindeglied zwischen Eltern, Team und Träger. Der Elternbeirat wird von der Leitung und dem Träger informiert und gehört.

 

 

 

Sonstiges

 

21.            Schließtage

 

Die Kita Moosflitzer bleibt in den Weihnachstferien, drei Wochen während der Sommerferien und in der zweiten Pfingstferienwoche geschlossen.

Zusätzliche Tage, die anfallen können:

-              Faschingsdienstag

-              Brückentage

-              Fortbildungstage des Personals

-              Klausur-/Konzepttag

-              Betriebsausflug

 

 

22.          Buchungszeiten

 

Ihre Buchungszeiten sind verbindlich! Sollten Sie jedoch feststellen, dass Ihnen die Betreuungszeit nicht reicht, haben Sie im Monat September sowie im Monat Februar die Möglichkeit entsprechend aufzubuchen.

 

 

 

23.          Beschwerdemanagement

 

Wenn Sie Ideen, Anregungen, Vorschläge, Kritik oder Beschwerden haben, dürfen diese bei uns angesprochen werden.

Wir legen großen Wert auf einen konstruktiven Meinungsaustausch und dafür haben Sie folgende Möglichkeiten:

 

-              Elternbeirat

-              Elterngespräch

-              Gespräch mit der KiTa-Leitung

-              Elternumfrage

Ihre Anregungen können für unsere Einrichtung hilfreich sein, da wir es als Ziel sehen, die Qualitätssicherung stets voranzutreiben.

 

 

24.          Adresse

 

Kindertagesstätte Moosflitzer

Moosweg 9

83362 Surberg

Tel.: 0861/2097607 ( Krippe/Spatzengruppe )

Tel.: 0861/90976209 ( Krippe/Eulengruppe )

Tel.: 0861/15900 ( Büro )

E-Mail: kindergarten@gemeinde-surberg.de

 

Wir hoffen Ihnen mit unserem Konzept einen guten Einblick in die Arbeit der Kinderkrippe gegeben zu haben. Sollten dennoch Fragen offen sein, wenden Sie sich an uns. Gerne geben wir Ihnen noch ausführlichere Auskünfte.

 

Es grüßt Sie das Team der Kinderkrippe

 

Alle Inhalte der Konzeption wurden vom Team der Kindertagesstätte Moosflitzer erarbeitet und niedergeschrieben. Deren Vervielfältigung ist ohne Erlaubnis der Urheber nicht gestattet!

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