Pädagogische Konzeption der "Waldameisen"

Vorwort des Trägers

 

 

 

Liebe Eltern,

 

seit September 2010 haben wir unsere Kindertagesstätte mit einer Waldgruppe ergänzt. Es hat sich damals gezeigt, dass der Bedarf für eine Einrichtung dieser Art immer stärker zunahm.

Erfreulich ist nun, dass die Anfragen für die Waldgruppe steigen. Die anfänglichen 24 Plätze reichen nicht mehr aus. So wurde im Jahr 2018 ein zweites Holzhaus erstellt, um weiteren 24 Kindern die Möglichkeit für einen Platz im Waldkindergarten zu geben.

 

Unterstützung fanden wir immer bei den Mitarbeitern der Bayer. Staatsforsten. So waren sie bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück behilflich und fördern unseren Waldkindergarten, wo dies notwendig ist.

Mit dieser Erweiterung wollen wir mit unserem qualifizierten Personal beste Voraussetzungen für den Waldkindergarten schaffen.

 

Für unsere gesamte Einrichtung sind diese Waldgruppen eine schöne Ergänzung, die von den Kindern und Eltern sehr geschätzt wird.

 

Mein Dank gilt allen, die bei der Entstehung der Waldgruppen mitgeholfen haben.

 

 

 

Josef Wimmer

1. Bürgermeister

                                                                      

 

Inhaltsverzeichnis

 

  1. Unsere Einrichtung stellt sich vor

 

Kontaktdaten

Unser Team

Lage, Räumlichkeiten und Waldgebiet

Zielgruppe und Öffnungszeiten

Anmeldung und Buchungszeiten

 

  1. Pädagogik

 

Auftrag der Kindertagesstätte

Leitfedanke

Unser Bild vom Kind

Pädagogische Leitziele

Waldpädagogik

Tagesablauf

Partizipation

Schulvorbereitung

Gestaltung von Übergängen

 

  1. Teamarbeit

 

Ausbildung der Mitarbeiter

Supervision

Praktikanten

 

 

  1. Eltern

 

Grundsätze und Ziele der Zusammenarbeit

Formen der Zusammenarbeit

Mitwirkung, Mitbestimmung durch die Eltern

Elternabende

Elternbeirat

 

 

  1. Vernetzung

Hauskindergarten

Schule

MSH

  1. Qualitätssicherung

 

Qualität im Waldkindergarten

Umgang mit Elternbeschwerden

 

 

 

1. Unsere Einrichtung

stellt sich vor

 

 

Kontaktdaten

 

Waldkindergarten Surberg

„Waldameisen“

 

Adresse:

Jahn 4

83362 Surberg / Jahn

 

Waldhandy „A-meisen“: 0151-40798305

Waldhandy „B-meisen“: 0151-46118359

 

Internet: www.kita-moosflitzer.de/wald

Email: waldameisen-surberg@gmx.de

 

 

Träger:

Gemeinde Surberg

Burgstr. 2

83362 Surberg

 

 

 

Konzeption erstellt 2010

Letzte Aktualisierung: April 2019

 

 

Unser Team

Leitung Waldkindergarten:

Sabine Öttl

Stellvertretende Leitung:

Birgit Brunner

 

Gruppe „A-meisen“:

 

Sabine Öttl (Gruppenleitung, Waldpädagogin, Fachwirtin für Kita- und Hortmanagement)

Kathrin Schubert (Erzieherin, Musikpädagogin, Erlebnispädagogin)

Martina Berger (Kinderpflegerin)

Julia Maier (Kinderpflegerin, Krankenschwester)

Sonja Kappes (Kinderpflegepraktikantin)

 

 

Gruppe „B-meisen“):

 

Birgit Brunner (Gruppenleitung, Erzieherin, Waldpädagogin)

Alexandra Fortkord (Kinderpflegerin)

Heidi Berschl (Kinderpflegerin)

Eva Hogger (Erzieherin, Waldpädagogin)

Dominik Friedrichs (Kinderpflegepraktikant)

 

 

Lage:

Der Waldkindergarten liegt an der „Betonstraße“ zwischen Hufschlag (1 km) und Lauter (3 km), beides Ortsteile der Gemeinde Surberg.

Die offizielle Adresse lautet: Jahn 4, 83362 Surberg / Jahn

 

Räumlichkeiten:

Auch wenn unser Hauptaufenthalt im Freien ist, steht uns pro Gruppe je eine Hütte zur Verfügung.

Sie dient als Schutzraum bei extremen Wettersituationen und als Lager unserer Materialien. Außerdem ist sie mit kindgerechten Tischen und Stühlen ausgestattet für Bastel- oder Vorschulangebote, für die ein fester Arbeitsplatz benötigt wird. Zum Heizen gibt es in jeder Hütte einen Gasofen, so dass die Kinder sich im Winter aufwärmen oder an kalten Tagen auch mal drinnen Brotzeit machen können. Über eine Photovoltaikanlage wird eine Batterie aufgeladen, die uns elektrisches Licht in der Hütte ermöglicht. In einem Nebenraum befindet sich eine Komposttoilette.

 

Waldgebiet:

Unser Wald bietet uns über verschiedene Wege die Möglichkeit, in unterschiedliche Richtungen loszuziehen. Es gibt mehrere feste Plätze im Wald, die wir regelmäßig mit den Kindern aufsuchen. Die jeweilige Wahl des Platzes richtet sich nach den Wetterbedingungen, den Angeboten, findet aber auch unter Mitbestimmung der Kinder statt. Ihre Namen haben die Plätze situationsorientiert durch Abstimmung von den Kindern erhalten.

 

Bei Sturm, zweistelligen Minusgraden oder Jagd im Wald, weichen wir aus in die Schulturnhalle. Dies wird jeweils sofort bei Bekanntwerden vom pädagogischen Personal angekündigt. Die aktuelle Informationsweitergabe dafür erfolgt entweder persönlich oder per Aushang an der Waldhütte. Elternbriefe werden per Email weitergegeben.

 

Zielgruppe


Zu unserer Zielgruppe gehören alle Kinder ab dem 3. Geburtstag bis zum Schuleintritt. 
Bei freien Plätzen kann Ihr Kind am 1. Tag des Monats starten, in dem es 3 Jahre alt wird. Anmeldetage sind meist im Februar.

Die Plätze werden nach festgelegten Kriterien vergeben. (Gemeindezugehörigkeit, Geschwisterkind, Alter, Berufstätigkeit der Eltern)


Die Sauberkeitserziehung Ihres Kindes sollte zu Kindergartenbeginn abgeschlossen sein, da wir im Wald nicht über die nötigen sanitären Anlagen und Räumlichkeiten verfügen, die den Anforderungen zum Wickeln entsprechen. Befindet sich Ihr Kind gerade zum Beginn des Kindergartenjahres in der Übergangsphase zum "Sauber werden", dürfen Sie sich gerne an die Gruppenerzieherin wenden und es wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht. 


"Die Waldameisen" bestehen aus zwei Gruppen: „A-meisen“ und „B-meisen“. 
Beide Gruppen können je 24 Kinder aufnehmen und werden dabei von jeweils drei pädagogischen Fachkräften (Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Praktikanten) betreut. 
 

Öffnungszeiten


Montag bis Freitag: 7.30 Uhr - 14.00 Uhr 

Bringzeit: 7.30 - 8.30 Uhr
Kernzeit: 8.30 - 12.30 Uhr 
Abholzeit: 12.30 - 14.00 Uhr 

In den Weihnachtsferien ist die Einrichtung 2 Wochen geschlossen, sowie die zweite Pfingstferienwoche und 3 Wochen im August.

Die Schließtage werden Ihnen jeweils zu Jahresbeginn bekannt gegeben. 

 

Anmeldung und Buchungszeiten

 

 

Die Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr ab 1. September finden jeweils im Februar statt und werden durch das Surberger Gemeindeblatt und auf unserer Homepage rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Vormerkungen auf der Warteliste sind jederzeit telefonisch möglich, ersetzen aber die Anmeldung nicht.

 

Unsere personellen Betreuungszeiten errechnen sich jährlich neu aus den Buchungsstunden der Eltern.

Mindestbuchungszeit sind 20 Stunden pro Woche.

Die aktuellen Gebühren können Sie online auf unserer Satzung einsehen unter:

 

www.gemeinde-surberg.de/buergerservice/satzungen-verordnungen

 

 

 

2. Pädagogik

 

Auftrag der Kindertagesstätte

 

 

Als Kindertagesstätte hat der Waldkindergarten folgenden gesetzlichen Bildungsauftrag:

 

„Kindertagesstätte sind außerschulische Tageseinrichtungen zur regelmäßigen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern.“

(Bayerisches Gesetz zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindergärten: BayKiBiG Art. 2 Begriffsbestimmungen)

 

Unsere pädagogische Arbeit richtet sich nach dem BEP (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan).

 

Weitere Rechtsgrundlagen sind das Grundgesetz, sowie das Sozialgesetzbuch (SGB VIII) Kinder- und Jugendhilfe.

 

 

Wir sehen unseren Auftrag zudem darin, die Kinder zu eigenständigen, sozialen und kompetenten Persönlichkeiten zu erziehen und sie damit gut auf den folgenden Lebensabschnitt in der Schule vorzubereiten.

 

Unser Bild vom Kind

 

Wir sehen das Kind im Mittelpunkt seiner Entwicklung. Ausgehend von seinen Stärken ist es unser Ziel, eine sichere Basis zu schaffen, in der das Kind Selbstvertrauen entwickelt und gestärkt dadurch weitere Entwicklungsschritte aufnehmen kann.

Das Kind wird als eigenständiges Wesen betrachtet, das alle Fähigkeiten hat, die es braucht. Diese versuchen wir herauszufordern uns auszubauen.

Diese Herausforderung benötigt sowohl Altbekanntes, als auch neue Grenzerfahrungen, um sich auszuprobieren und neue Stärken zu entdecken und entwickeln zu können.

Das Freispiel im Wald bietet hierfür ideale Voraussetzungen: Hier können die Kinder ihre eigenen Herausforderungen suchen, die in jedem Schwierigkeitsgrad zur Verfügung stehen:

Kann ich über die Wurzel steigen, ohne zu stolpern? Komme ich auf diesen Baumstumpf rauf? Traue ich mich auch, wieder runter zu springen oder klettere ich lieber? Welchen Ast kann ich erreichen oder kann ich sogar schon auf den Baum klettern?

Dazu ist es nötig, den Kindern bestimmte Freiräume zu lassen und unter Betreuung auch Herausforderungen zuzulassen, die Grenzen aufzeigen. Zum Lernen gehören Erfolge, aber dazugelernt wird durch das Scheitern – Problemlösung und erneutes Versuchen.

 

Zwar gibt es von uns gestellte Vorgaben und Regeln im Waldkindergarten, aber wir begegnen den Kindern dennoch auf Augenhöhe und sehen sie als kompetente Menschen, mit denen wir in Interaktion treten. Sie haben Mitbestimmungsrechte beim Gestalten des Vormittags, z.B. bei der Wahl des Waldplatzes.

Unser Ziel ist es, den Kindern sicheren Halt zu geben, so dass sie den Mut finden, Neues kennen zu lernen und daran zu wachsen.

 

„Wer Wurzeln hat, kann fliegen.“

 

 

Pädagogische Leitziele

 

Wir richten unsere Arbeit nach den im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan vorgegebenen pädagogischen Zielen:

 

 

Außerdem ist uns wichtig die individuelle Förderung von:

 

Selbstkompetenz

(Selbständigkeit im Alltag)

Sozialkompetenz

(Sozialverhalten, Auseinandersetzung mit der Gruppe)

und Sachkompetenz

(Fertigkeiten, Umgang mit Materialien)

 

Dies wird zum einen erreicht durch das Freispiel im Wald, in dem sehr viele Herausforderungen aller Bereiche gegeben sind,

zum anderen unterstützen wir dies durch gezielte Angebote in den erforderlichen Lernbereichen.

 

Waldpädagogik

 

Warum Wald und wodurch unterscheidet sich ein Waldkindergarten vom Regelkindergarten?

 

  1.  Der Alltag in der freien Natur:

 Der gesamte Kindergartenalltag ist nach draußen verlegt. Wir sind bei jedem Wetter im Wald. Ausnahmen bilden nur extreme oder zu gefährliche Witterungsbedingungen; z.B. Sturm. (In diesen Fällen weichen wir aus in die Schulturnhalle.) Die Waldhütte stellt keinen hauptsächlich genutzten Gruppenraum dar, sondern dient in erster Linie als Treffpunkt für Bring- und Abholzeiten sowie als Lager unserer Materialien.

 

  1. Spielzeugfreies Konzept:

 In der Waldgruppe verzichten wir vorwiegend auf handelsübliches Spielzeug. Es gilt kein „Spielzeugverbot“, jedoch liegt der Fokus auf den Erlebnissen in und mit der Natur.

 

  1. Die natürlichen Rahmenbedingungen:

 Im Vordergrund steht die Erlebnispädagogik. Grundlegend sind Leitlinien wie die Förderung der Eigenverantwortlichkeit, Lernen in ganzheitlichen Zusammenhängen (entdeckendes Lernen), Umwelterziehung und das Lernen auf der Grundlage praktischen Anschauens und Tuns.

 

  1. Besonderheiten durch die gegebenen Umstände im Wald:

Weitreichende Bewegungsmöglichkeiten fordern die Kinder heraus und bieten unzählig mehr Bewegungsanlässe als Teppich, Tisch oder Stuhl. Dadurch werden Motorik und Psychomotorik automatisch gefördert.

Die Kinder erfahren ihre körperlichen Grenzen und können sich ausprobieren.

 

Direktes Erleben des jahreszeitlichen Rhythmus und der damit verbundenen Naturerscheinungen. Das Vertrautwerden mit der Natur legt den Grundstein zur Umwelterziehung, da die Kinder als schützenswert erachten, was sie selbst kennen.

Ökologische Zusammenhänge und Vorgänge in der Natur können im täglichen Erleben und Vergleichen besser verstanden werden als bei einmaligen Ausflugstagen.

Die Sinneswahrnehmung wird gefordert und gefördert.

Im Vordergrund steht das Ganzheitliche Lernen mit allen Sinnen. Erfahrungen können real gemacht und nicht nur auf Bildern betrachtet werden.

Durch das Fehlen vorgefertigter Materialien entfaltet sich die Fantasie im Spiel bedeutend mehr.

Anders als sich stumm mit an den Tisch zu einem Puzzle zu setzen müssen die Kinder im Wald kommunizieren, was überhaupt gespielt wird. Ist der Stock ein Kochlöffel, ein Schwert oder ein Besen? Kommunikation ist unausweichlich und fördert somit die Sprachentwicklung. Außerdem ist erforscht, dass die Sprachentwicklung mit der Bewegung einher geht, d.h. Sprache wird bei mehr Bewegung schneller und besser erlernt.

Die Förderung der Gesundheit und die Stärkung des Immunsystems ergibt sich allein durch das Draußensein.

 

 Die grundlegenden Umstände im Wald begünstigen die Förderung der Kinder auf natürliche Weise. Ergänzend dazu wird in der praktischen Arbeit Wert darauf gelegt, dass Angebote zu allen entwicklungsrelevanten Bereichen stattfinden.

 

 

Tagesablauf

07.30 – 08.30 Uhr

Bringzeit

 

08.45 / 09.00 Uhr

Morgenkreis

 

Kernzeit

bis 10 Uhr

Aufbruch in den Wald / Angebote / Freispiel

10.00 Uhr

Brotzeit

bis 12.30 Uhr

Angebote / Freispiel / Rückkehr zur Waldhütte

12.30 – 13.00 Uhr

Erste Abholzeit

 

13.00 – 14.00 Uhr

2. Brotzeit / Freispiel an der Waldhütte /

Zweite Abholzeit

 

Von 07.30 – 08.30 Uhr werden die Kinder gebracht. Nachdem bis ca 08.30 Uhr alle Kinder angekommen sind, und uns persönlich begrüßt haben, beginnen wir unseren Vormittag mit dem Morgenkreis. Anschließend machen wir uns auf den Weg zu den verschiedenen Waldplätzen. Je nach Programm bleiben wir auch mal länger an der Hütte.

Im Laufe des Kindergartenjahres erweitern wir unseren Aktionsradius. Es gibt verschiedene Plätze, die wir – je nach Spielanreizen und äußeren Umständen, wie Witterung – wählen.

An den ausgewählten Plätzen machen wir mit den Kindern gemeinsame Brotzeit. Dies kann im Winter auch in der Hütte sein. Vor dem Essen waschen sich die Kinder am Wasserkanister die Hände. Dann singen oder beten wir gemeinsam, bevor alle essen.

Nach dem Einpacken der Brotzeit dürfen sich die Kinder in dem vereinbarten Waldstück frei bewegen. In der Freispielzeit kann sich jedes Kind eine Beschäftigung nach seinen aktuellen Bedürfnissen suchen. Es entscheidet selbst, mit wem und was es spielen will. Für uns ist diese Zeit eine Gelegenheit, die Kinder intensiv zu beobachten oder Förderangebote zu machen.

Bevor wir zurück gehen, findet je nach Situation noch ein gemeinsamer Abschlusskreis statt. Um ca. 11.30 Uhr treten wir den Rückweg an und sind zwischen 12.00 und 12.30 Uhr wieder an der Hütte.

Die Kinder der überzogenen Gruppe (bis 14.00 Uhr) machen an der Hütte eine zweite Brotzeit und haben noch Freispielzeit bis sie abgeholt werden. Jedes Kind verabschiedet sich noch, bevor es mit den Eltern nach Hause geht.

Wenn die Kinder gebracht werden, wird bei der Begrüßung des Kindes mit der Hand die Aufsichtspflicht zwischen Eltern und pädagogischem Personal übergeben. Umgekehrt verhält es sich genauso beim Verabschieden mit der Hand.

 

 

Partizipation

 

 

In der UN-Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen vom 20. November 1989 ist das Recht der Kinder auf Beteiligung in Artikel 12, Absatz 1, wie folgt festgelegt:

 „Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.“

Die Kinder sind das Kernstück einer Kita, um das sich alles dreht, die eigentliche Zielgruppe. Das allein ist schon Grund genug, warum ihnen ein Mitspracherecht eingeräumt werden sollte.

Partizipation stärkt bei Kindern das Selbstvertrauen und die Fähigkeit zur Kommunikation. Sie lernen sie, ihre eigenen Wünsche wahrzunehmen und zu äußern und erfahren dadurch ihre Selbstwirksamkeit. Zudem muss auch die Meinung anderer respektiert werden und Demokratie wird eingeübt.

Wir beziehen dadurch die Kinder in verschiedene Entscheidungen mit ein. Dies beginnt bei der Wahl des Waldplatzes im Morgenkreis, den wir je nach Wetter und Möglichkeit die Kinder abstimmen lassen.

Bei langfristigeren Entscheidungen gibt es Kinderkonferenzen, in denen die Kinder mittels farbiger Knöpfe (grün = ja, rot = nein) abstimmen können.

Diese Kinderkonferenzen entstehen meist durch Anregungen der Kinder, wie z.B.

„Wir möchten nicht, dass in der Mitte des Morgenkreises gebuddelt und gematscht wird.“ Durch eine Abstimmung mit der ganzen Gruppe können sich dadurch neue Gruppenregeln ergeben.

Die Kinderkonferenz kann aber auch mal die Themenwahl betreffen, z.B. „Über welches Waldtier wollt ihr in den nächsten Wochen mehr erfahren?“ etc.

 

Durch die Mitbestimmung erfahren die Kinder den Waldkindergarten als „ihre“ Einrichtung, fühlen sich ernst genommen und können aktiv mitwirken.

 

Schulvorbereitung

 

„Spielen ist die höchste Form der Kindesentwicklung!“

- Friedrich Fröbel –

Schulvorbereitung, auch Vorschule genannt, beginnt nicht erst im Kindergartenjahr vor Schulbeginn. Alles was Kinder von Geburt an bis zum Schuleintritt lernen, gehört zur Vorschulerziehung dazu. Daher sind alle unsere Kindergartenkinder Vorschulkinder.

Wir unterteilen die Gesamtgruppe in drei Zielgruppen:

  1. Die „Waldmäuschen“ (3-4-jährige)
  2. Die „schlauen Füchse“ (4-5-jährige)
  3. Die „klugen Eulen“ (5-jährige bis zum Schuleintrittsalter)

Neben den verschiedensten Vorschulblättern - bei denen Konzentration, Stift- und Scherenhaltung sowie Aufgabenverständnis im Vordergrund stehen – arbeiten wir auch mit den Ordnern von „Forschen mit Fred – Naturwissenschaften im Kindergarten“.

Diese drei Ordner sind für alle Altersstufen im Kindergarten geeignet. Sie greifen naturwissenschaftliche Themen auf und verdeutlichen die Inhalte durch Experimente, welche die Kinder unter unserer Anleitung selbst durchführen können.

Vorschule findet bei uns jedoch nicht nur am Tisch statt, sondern kann auch im Wald durchgeführt werden. Hier werden zum Beispiel Buchstaben gelegt, Mengen erfasst und verglichen etc.)

 

 

„Wenn Sie ihr Kind heute sauber aus der Kita abholen, dann hat es heute nicht gespielt und nichts gelernt!“

– Maria Montessori –

 

Gestaltung von Übergängen

 

 

Eingewöhnung

Grundsätzlich ist zu sagen, dass jedes Kind anders ist und somit unterschiedliche Arten von Eingewöhnung benötigt. Diese wird jeweils in Absprache mit den Eltern vereinbart.

In der ersten Zeit ist es möglich, die Bring- und Abholzeit flexibler zu gestalten, damit die ersten Tage nicht gleich lang sind und sich das Kind sanft an die neue Situation gewöhnen kann.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass den meisten Kindern die Trennung von den Eltern leichter fällt, wenn die Verabschiedung kurzgehalten wird. Natürlich kann es, gerade in der Anfangszeit, zu den ein oder anderen Tränen kommen. In der Regel lassen sich die Kinder nach einer Weile von uns sehr gut beruhigen. Sollte dies nicht der Fall sein, geben wir Ihnen selbstverständlich Bescheid.

 

Übergang Kindergarten – Schule

Um den Kindern den Übergang zur Schule zu erleichtern, gehen die Surberger „Vorschulkinder“ nach den Pfingstferien bis zu den Sommerferien, nach Möglichkeit jede Woche, für einen Tag zur „Vorschule“ in die Grundschule im Surtal.

Dazu treffen wir uns im Hauskindergarten in Lauter und ziehen dann mit allen „Vorschulkindern“ aus Kita und Wald gemeinsam zur Schule. Wenn wir angekommen sind, werden die Kinder, sofern bereits bekannt, in ihre jeweiligen „Klassen“ aufgeteilt und dort findet dann die „Vorschule“ durch die Erzieher/innen statt. Danach gehen wir mit den Schulkindern in die reguläre Schulpause. Wenn die Pause beendet ist, verlassen auch wir das Schulgelände und machen uns auf den Weg zurück zum Hauskindergarten.

Aus mittlerweile jahrelanger Erfahrung können wir berichten, dass somit den

Kindern der Übergang in die Schule wesentlich leichter fällt, da sie sowohl das Schulgebäude und den Pausenhof, als auch die damit verbundene Situation mit den vielen anderen, auch größeren Kindern, schon kennen.

 

 

3. Teamarbeit

 

Ausbildung der Mitarbeiter

 

 

Im Waldkindergarten arbeitet pädagogisch geschultes Personal. So findet sich in jeder Gruppe mindestens eine Staatlich anerkannte Erzieherin als Gruppenleitung sowie ausgebildete Kinderpflegerinnen.

 

 

Außerdem nehmen wir gerne Praktikanten und Praktikantinnen aus pädagogischen Lehr- und Ausbildungsberufen, die uns einerseits in der Praxis unterstützen und mit neuen Impulsen bereichern, die wir andererseits aber auch gerne ausbilden, um Personal für die Zukunft zu gewinnen.

Deshalb legen wir im Praktikum Wert auf eine fachgerechte Begleitung durch eine Anleitung und eine gute Ausbildung.

 

 

Da wir eine gute Betreuung und Sicherheit im Wald gewähren möchten, betreuen wir die beiden Gruppen zu je 24 Kindern mit jeweils drei pädagogischen Fachkräften.

 

 

Diese nehmen regelmäßig an Fortbildungen Teil, um sich im waldpädagogischen Bereich laufend weiterzubilden.

 

 

Den aktuellen Aus- und Fortbildungsstand finden Sie im Gliederungspunkt „Unser Team“ im Überpunkt „1. Unsere Einrichtung stellt sich vor“.

 

Supervision

 

Supervision ist eine Beratung für Mitarbeiter/innen und hat sich als Qualitätsmerkmal für Einrichtungen etabliert.

 

Sie wird von einem Supervisor/einer Supervisorin geleitet, der/die speziell dafür ausgebildet ist und mithilfe von Einzel-, Gruppen- oder Teamgesprächen unsere Arbeitsleistung voranbringen kann. Dabei werden verschiedene Coachingmethoden verwendet. Es geht dabei um lösungsorientierte Ansätze für aktuelle Schwerpunkte, die unsere Arbeit im Gesamten betreffen. Daher ist Supervision auf einer Ebene mit Fortbildung.

 

Somit kombinieren wir jedes Jahr Supervisionstermine und Fortbildungsveranstaltungen in einem sinnvollen Maß je nach aktuellem Bedarf.

 

Praktikanten

Gerade im waldpädagogischen Bereich ist es uns ein Anliegen, zukünftige Kolleginnen und Kollegen gut auszubilden. Da die Waldpädagogik nur ein kleiner Teil der Gesamtausbildung in der Berufsschule erfasst, möchten wir die Besonderheiten verdeutlichen und alle Möglichkeiten aufzeigen.

Darum nehmen wir gerne Praktikanten aus pädagogischen Berufsfeldern auf.

 

Jede/r Praktikant/in bekommt eine Anleitung aus dem Team als feste Bezugsperson zugewiesen. Dies ist eine Erzieherin und in der Regel die jeweilige Gruppenleitung.

 

So soll das Praktikum von fachlichen Impulsen geprägt sein, die eine Weiterentwicklung ermöglichen. Das Handeln der Praktikanten wird mit der Anleitung regelmäßig reflektiert und optimiert. Praktikant, Anleitung und Berufsschule arbeiten eng zusammen, um die bestmögliche Ausbildung zu erreichen.

 

Die Praktikanten von heute sehen wir als Kollegen von morgen und möchten sie daher auf einen guten Weg bringen.

 

 

4. Eltern

 

Grundsätze und Ziele der Zusammenarbeit

 

Mit den Eltern gehen wir eine Erziehungspartnerschaft ein, wenn wir die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder übernehmen.

Daher ist uns regelmäßiger Austausch wichtig. Dieser findet immer auf Augenhöhe statt und soll auf gemeinsamen Interesse beruhend zu einer optimalen Lösung für das Kind führen.

 

Zweimal jährlich bieten wir Entwicklungsgespräche an, in denen wir uns mit den Eltern über den aktuellen Entwicklungsstand der Kinder austauschen.

Zur Bring- und Abholzeit haben wir ein offenes Ohr für kurze Informationen oder geben eine kurze Rückmeldung zum Tagesgeschehen. Die sogenannten „Tür- und Angelgespräche“ sollten allerdings nur für diese Kurzinformationen genutzt werden, da wir in dieser Zeit auch die Betreuung der Kinder gewährleisten.

Für zeitintensivere Themen bitten wir, einen separaten Termin für ein Elterngespräch auszumachen, damit wir uns dem Anliegen angemessen widmen können.

 

In der Kooperation mit den Eltern ist uns Offenheit und Ehrlichkeit wichtig und dass wir den Weg zum Wohl des Kindes gemeinsam gehen.

 

 

Formen der Zusammenarbeit

  1. Elterngespräche

Informationen und Austausch, Stärkung der Erziehungskompetenz

 

  1. Aktives Einbringen von Ideen

Von Eltern angebotene Projekte mit den Kindern

 

  1. Umsetzung gemeinsamer Feste

Unterstützung bei Festen im Jahreskreis durch gemeinsame Planung, Organisation und Umsetzung

 

  1. Elternbeirat

Im Elternbeirat gibt es die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und mit der gesamten Kindertagesstätte und dem Träger das Kindergartenjahr mitzugestalten, Organisation von Ski- und Schwimmkursen, Einbringen von Anregungen, Bindeglied zwischen Elternschaft und Einrichtung

 

  1. Elternabende

Referenten zu interessanten Themen, Informationsabende durch das pädagogische Personal, Schultüten basteln, Elternaustausch etc.

 

  1. Schnuppertage

Angebot zum Einblick in den Waldalltag, Waldplatzführung, Kennenlerntag für neu angemeldete Kinder und Eltern

 

  1. Begleitung von Übergängen

Eingewöhnung oder Einschulung

 

  1. Beratung

Vermittlung von Fachdiensten

 

 

Mitwirkung und Mitbestimmung durch die Eltern

Neben der Mitwirkung im Elternbeirat können sich Eltern auch ohne Gremium jederzeit an das pädagogische Personal wenden.

Gerne nehmen wir konstruktive Kritik sowie neue Anregungen entgegen, um unsere Arbeit so zu gestalten, dass sie optimal sind für die Kinder.

 

Am Ende jedes Kindergartenjahres machen wir zudem eine schriftliche Elternumfrage, in der auch anonym Kritik und Anregungen eingebracht werden können.

 

Die Gesamtauswertung wird jeweils im Schaukasten der Waldhütten ausgehangen, um einen Überblick zu geben.

Dabei werden von uns Anstöße aus der Umfrage aufgegriffen und ebenfalls im Aushang schriftlich beantwortet.

 

Unter der Mitbestimmung und Mitwirkung der Eltern gab es auch schon einige schöne Projekte für die Kinder, wie zum Beispiel Kräuterwanderungen, Ausflüge oder das Gestalten der großen Waldameise am Waldparkplatz.

 

Solche Projektideen von Eltern sind natürlich jederzeit willkommen, da sie auch bei den Kindern immer großen Anklang finden.

 

 

Elternabende

Gemeinsame Elternabende finden gelegentlich in den Räumen der Kindertagesstätte in Lauter statt.

 

So z.B. die Elternbeiratswahl oder der Informationsabend für neue Eltern.

 

Da wir im Wald nicht über so große Räumlichkeiten verfügen, dass alle Eltern darin Platz finden, sind wir im Waldkindergarten wetterabhängig.

 

Es gibt auch Elternabende mit begrenzter Personenzahl in der Waldhütte, allerdings bilden diese eher die Ausnahme.

 

Häufig finden Elternabende in anderen Räumlichkeiten statt oder tagsüber bei gutem Wetter draußen im Wald, zum Beispiel bei Bastelnachmittagen oder in Form eines Eltern-Cafés.

 

 

Elternbeirat

Der Elternbeirat wird jedes Jahr durch ein gemeinsames Wahlverfahren der Eltern von Haus- und Waldkindergarten gebildet.

 

 

Die Aufgaben des Elternbeirates sind:

 

 

+ ein Bindeglied zu sein zwischen Eltern, pädagogischem Personal und Träger

+ Elternvertreter/Ansprechpartner sein für Elternanliegen

+ Unterstützung in der Zusammenarbeit mit der Schule

+ Beratende Mitwirkung bei Entscheidungen, die die Einrichtung betreffen

+ Möglichkeit der Unterstützung des pädagogischen Personals, z.B. durch die Organisation externer Angebote, wie Skikurs etc. oder das Mitwirken bei Festen

 

In regelmäßigen Abständen von ca. 6 Wochen tagt der Elternbeirat und lädt dazu Träger und pädagogisches Personal ein, um gemeinsame Anliegen zu besprechen.

 

5.Vernetzung

Wir sind mit anderen Fachdiensten vernetzt, um jedem Kind und jeder Familie die auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Unterstützungen geben zu können.

 

So kooperieren wir zum Beispiel mit folgenden Institutionen:

 

  • Mobile Sonderpädagogische Hilfe (MSH)

Eine Ergotherapeutin kommt wöchentlich zu uns, um Kinder mit besonderem Förderbedarf in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit ihr findet bei jedem Kind nur nach Rücksprache und mit Einwilligung der Eltern statt.

 

  • Schule

Eine Deutschlehrerin bietet regelmäßige Sprachförderung für Vorschulkinder in unserer Einrichtung an.

 

Nach den Pfingstferien gehen wir mit den „klugen Eulen“ (5-6-jährigen) jeden Donnerstag in die Schule und führen dort unsere Vorschule im Klassenzimmer durch, um den Übergang möglichst fließend zu gestalten.

 

  • Erziehungsberatungsstelle und andere unterstützende Einrichtungen

Je nach Bedarf schlagen wir den Eltern verschiedene Beratungsstellen vor, die sie in ihrer aktuellen Situation unterstützen können

 

 

Außerdem sind wir natürlich eng mit der Krippe und dem Kindergarten in Lauter vernetzt und arbeiten mit den Hausgruppen zusammen.

 

 

Hauskindergarten

Der Haus- und Waldkindergarten gehören zusammen und bilden gemeinsam mit der Krippe die „Kindertagesstätte Moosflitzer“. Der gemeinsame Träger von Krippe, Haus- und Waldkindergarten ist die Gemeinde Surberg.

 

Darum arbeiten wir eng zusammen.

 

Die Aufnahme von der Krippe in den Waldkindergarten klappt nahtlos und ohne Neuanmeldung. Die Krippenkinder haben bereits vor Kindergartenbeginn die Möglichkeit, im Wald zu schnuppern. So ist ein sanfter Übergang möglich.

 

Auch der Wechsel vom Haus in den Wald oder umgekehrt klappt problemlos und kann in Absprache mit dem jeweiligen pädagogischen Personal auch unterm Jahr erfolgen. Ein Wechsel zum Jahresbeginn ist ebenfalls jederzeit ohne Neuanmeldung möglich.

 

Außerdem finden in Kooperation mit Haus und Wald verschiedene Feste oder gemeinsame Aktionen statt, wie zum Beispiel ein Verkehrssicherheitstraining der Vorschulkinder o.ä.

 

Die Elternbeiratssitzungen finden ebenfalls gemeinsam statt und bieten Möglichkeiten für die Zusammenarbeit beider Einrichtungen.

 

 

Schule

Als schulvorbereitende Einrichtung ist uns die Zusammenarbeit mit der Schule besonders wichtig. Darum versuchen wir, möglichst viele gemeinsame Schnittstellen zu haben:

 

Eine Deutschlehrerin bietet regelmäßige Sprachförderung für Vorschulkinder in unserer Einrichtung an. Dazu kommt sie in die Gruppen und arbeitet ganz gezielt mit den Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf oder mit allen Kindern, die in diesem Jahr eingeschult werden sollen.

 

Nach den Pfingstferien gehen wir mit den „klugen Eulen“ (5-6-jährigen) jeden Donnerstag in die Schule und führen dort unsere Vorschule im Klassenzimmer durch, um den Übergang möglichst fließend zu gestalten.

 

Dabei lernen die angehenden Schulkinder bereits die Räumlichkeiten der Schule kennen und fühlen sich zunehmend sicherer. Die Angst vor dem „großen Unbekannten“ entfällt bei der Einschulung.

Da wir als Ausweichraum bei Sturm etc. bereits die Schulturnhalle nutzen, ist auch diese den Kindern schon vertraut.

 

Jedes Vorschulkind bekommt in der Schul-Anfangszeit einen Paten zugewiesen. Die Paten sind die Viertklässler, die sich bereits gut in der Schule auskennen.

So können beide voneinander profitieren: Sowohl die Patenkinder, die eine Bezugsperson gewinnen, als auch die Paten, deren Selbstbewusstsein durch dieses Amt wachsen kann.

 

Etwa zum Halbjahr befragen wir die Erstklass-Lehrer (mit Einverständnis der Eltern), in wie weit die Schulreife-Anforderungen der „Waldkinder“ erfüllt wurden, um unsere Qualität zu überprüfen. Hierzu zählt z.B. Ausdauer, Motivation, Konzentration, Stifthaltung etc.

 

 

MSH

 

„MSH“ bedeutet „Mobile Sonderpädagogische Hilfe“.

 

Dazu kommt eine Ergotherapeutin wöchentlich zu uns in den Wald, um Kinder mit besonderem Förderbedarf in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit ihr findet bei jedem Kind nur nach Rücksprache und mit Einwilligung der Eltern statt. Die MSH kommt vom Heilpädagogischen Zentrum in Ruhpolding und führt zunächst ein „Screening“ mit den Kindern durch, das den aktuellen Förderbedarf verdeutlicht. Auf dieser Grundlage bietet sie spezielle Förderangebote an, die sie in Kleingruppen oder zu zweit mit dem Kind durchführt. Die Betreuung wird durch regelmäßige Elterngespräche begleitet, die den aktuellen Entwicklungsstand thematisieren und weitere Handlungsmöglichkeiten in Betracht ziehen.

 

Dieses Angebot kann von jeder Familie genutzt werden. Es ist keine Entwicklungsstörung oder Beeinträchtigung vorausgesetzt, sondern das Angebot richtet sich als mögliche Zusatzförderung an alle Kinder der Gruppe.

 

 

6. Qualitätssicherung

Qualität im Waldkindergarten

  1. Strukturqualität: Räumliche, sachliche und personelle Ausstattung

 

Die räumliche Ausstattung der Waldhütten ist so ausgerichtet, dass sie dem waldpädagogischen Konzept und einer kindgerechten Einrichtung entspricht. Das Waldgelände wird vom Förster und von der Waldkindergartenleitung regelmäßig auf unangemessene Gefahrenquellen überprüft. Die übliche Herausforderung, die die natürliche Umgebung selbst bietet ist gewollt und stellt keine Gefahrenquelle dar.

Im Waldkindergarten wird mit 3 Mitarbeiter/innen auf 24 Kinder sichergestellt, dass eine gute Beaufsichtigung im freien Gelände gewährleistet werden kann.

 

  1. Prozessqualität: Übergänge, Projektdurchführungen, Organisation

 

Um die Qualität der Prozesse zu sichern, räumen wir uns Vorbereitungszeiten ein, um situationsorientiert je nach Bedarf der Kinder pädagogische Prozesse zu planen, professionell durchführen zu können, zu reflektieren und zu verbessern. Die aktuelle Gruppensituation steht dabei immer im Vordergrund.

 

  1. Ergebnisqualität: Kompetenzentwicklung, Projektergebnisse

 

Als schulvorbereitende Einrichtung ist unser Ziel eine gute Vorbereitung auf die Schule zu ermöglichen. In jährlichen Umfragen an die Schule bekommen wir (mit Einverständnis der Eltern) Rückmeldung zur Ergebnisqualität in unseren Förderbereichen (z.B. Ausdauer, Konzentration etc.)

 

  1. Servicequalität (Öffnungszeiten, Freundlichkeit)

 

Dies überprüfen wir in den jährlichen Umfragen an die Eltern. Kritikpunkte werden vom Team aufgegriffen und Lösungen werden gemeinsam gesucht.

Die Öffnungszeiten werden durch Bedarfsabfragen ermittelt und passen sich an die Buchungszeiten der Eltern an.

 

 

Umgang mit Elternbeschwerden

Sich über die gesamte Kindergartenzeit immer in Allem einig zu sein, ist zwar wünschenswert, aber dennoch ein sehr hohes Ziel.

Sollte Unzufriedenheit mit irgendetwas auftauchen, ist es uns wichtig, dass dies möglichst sofort angesprochen wird.

So können wir im Team darauf reagieren und abwägen, welche anderen Wege es gibt oder uns mit den betreffenden Eltern zusammensetzen, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

 

Elternbeschwerden können jederzeit sowohl mündlich und formlos, als auch schriftlich eingebracht werden.

Außer dem persönlichen Aussprechen von Beschwerden, können diese auch über den Elternbeirat geklärt oder in der jährlichen Umfrage anonym genannt werden.

Auch dann werden die Themen von uns offen aufgenommen und es wird wieder gemeinsam nach einer Lösung gesucht, die für alle zufriedenstellend ist.

 

Für konstruktive Kritik jeder Art haben wir immer ein offenes Ohr, da wir gemeinsam mit den Eltern an „einem Strang ziehen“ möchten, um das Bestmögliche für die Kinder zu erreichen.

 

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen durch unsere Konzeption einen Einblick in unsere Arbeit geben konnten.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Das Team des Surberger Waldkindergartens „Waldameisen“

Letzte Aktualisierung 2019

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